Augenschmerzen: Ursachen & Behandlung

Inhaltsverzeichnis

Augenschmerzen sind ein weit verbreitetes und vor allem vielfältiges Symptom, das fast jeder schon einmal erlebt hat. Doch so vielfältig wie die Empfindungen sind auch die Ursachen. Hinter dem Schmerz kann eine harmlose Reizung durch trockene Luft, aber auch ein ernstzunehmendes Warnsignal für Erkrankungen des Sehnervs oder des Augeninnendrucks stecken.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man oberflächliche von tief sitzenden Schmerzen unterscheidet, welche Ursachen sich hinter den Beschwerden verbergen können und wann ein Besuch beim Augenarzt unumgänglich oder sogar ein medizinischer Notfall ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schmerzformen: Es wird zwischen oberflächlichem Schmerz (Brennen, Fremdkörpergefühl) und tief sitzendem Schmerz (dumpf, drückend, oft bei Entzündungen im Augeninneren oder erhöhtem Augeninnendruck) unterschieden.
  • Dringende Warnsignale: Plötzlicher Sehverlust, Lichtblitze, „Rußregen“ oder Schmerzen bei Augenbewegungen sind Notfälle und müssen sofort ärztlich untersucht werden.
  • Übertragener Schmerz: Die Ursache liegt nicht immer im Auge selbst – auch Migräne, Nebenhöhlenentzündungen oder Nackenverspannungen können Schmerzen in die Augenregion ausstrahlen.
  • Wann zum Arzt? Halten Schmerzen länger als 24 Stunden an oder treten Begleitsymptome wie Rötungen und Sehstörungen auf, sollten Sie auf eine professionelle Abklärung zur Vermeidung von Folgeschäden setzen.

Was sind Augenschmerzen?

Augenschmerzen sind unangenehme Empfindungen im oder um das Auge herum, die sich als Stechen, Brennen, Drücken oder dumpfer Schmerz äußern können. Manche Betroffene verspüren nur ein leichtes Kratzen oder Brennen, andere beschreiben ein stechendes, drückendes oder ziehendes Gefühl tief im Auge. Auch Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Migräne können Schmerzen verursachen, die ins Auge ausstrahlen.

Die Ursachen für diese Schmerzen sind breit gefächert. Sie können sich als eine harmlose Reizung der Augenoberfläche, aber auch als schwerwiegende Erkrankung wie einer Sehnerventzündung oder einem akuten Glaukomanfall äußern.

Formen von Augenschmerzen

Augenschmerzen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: oberflächliche und tiefer liegende Schmerzen.

Oberflächliche Schmerzen werden meist als Brennen, Kratzen oder Fremdkörpergefühl beschrieben. Sie entstehen häufig durch:

  • trockene Augen
  • Bindehautentzündungen
  • Reizungen durch Umweltfaktoren wie Rauch, Staub oder Zugluft

Tief sitzende Schmerzen betreffen oft die inneren Strukturen des Auges und werden als dumpf, drückend oder stechend empfunden. Sie basieren auf:

  • Entzündungen im Augeninneren
  • einem erhöhten Augeninnendruck
  • einer Erkrankung des Sehnervs 
Ein grünes Ausrufezeichen

Typisch sind auch Bewegungsschmerzen, also Schmerzen, die beim Bewegen der Augen auftreten. Empfinden Sie einen solchen Schmerz, dann ist das ein klassisches Zeichen für eine Sehnerventzündung.

Wann sollte ein Augenarzt aufgesucht werden?

Natürlich ist nicht jeder Augenschmerz ein Grund zur Sorge, aber dennoch sollten Sie die meisten Formen ernst nehmen. Dauern die Schmerzen länger als 24 Stunden an, verschlimmern sie sich oder werden sie von weiteren Symptomen wie Rötung, Lichtempfindlichkeit, tränenden Augen oder Sehstörungen begleitet, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. 

Ein grünes Ausrufezeichen

Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie einen starken Druck verspüren oder die Augen kaum offenhalten können.

Als Augenarztpraxis in St. Gallen nehmen wir uns die Zeit, Ihre Beschwerden gründlich zu untersuchen und die passende Therapie einzuleiten.

Wir untersuchen Sie in St. Gallen

Sie haben Augenschmerzen? Dann handeln Sie frühzeitig. In unserer Praxis in St. Gallen untersuchen wir Ihre Augen sorgfältig und beraten Sie individuell.

Robert Nagy: Porträtaufnahme eines jungen Mannes in ärztlicher Kleidung vor weißem Hintergrund. Er trägt einen weißen Kittel mit einem Namensaufdruck auf der linken Brustseite: „DR. ROBERT NAGY“. Darunter ist ein schwarzes Oberteil sichtbar. Die Person hat kurzes, braunes Haar und blickt mit neutralem Gesichtsausdruck direkt in die Kamera.

Wann handelt es sich um einen Notfall?

Ein augenärztlicher Notfall liegt dann vor, wenn Augenschmerzen plötzlich und heftig auftreten oder mit drastischen Sehstörungen einhergehen. Beispiele sind:

  • Lichtblitze
  • schwarze Punkte („Rußregen“)
  • ein „Schatten“ im Gesichtsfeld
  • akuter Sehverlust
  • starke Schmerzen nach einem Unfall

Diese Symptome können auf eine Netzhautablösung, einen akuten Glaukomanfall oder eine Sehnerventzündung hinweisen und sollten sofort ärztlich abgeklärt werden. Damit wir bleibende Schäden verhindern können, ist schnelles Handeln wirklich wichtig. Warten Sie nicht zu lange, mit Ihren Beschwerden zu uns zu kommen.

Ursachen von Augenschmerzen

Da das Auge aus vielen verschiedenen Schichten und Strukturen besteht, kann der Schmerzherd fast überall liegen.

Doch nicht immer ist das Auge selbst der Übeltäter. Unser Körper ist so vernetzt, dass Schmerzen aus ganz anderen Regionen bis in die Augenhöhle ausstrahlen können. Die Ursachen können in drei Kategorien unterteilt werden:

  1. Der vordere Augenabschnitt: Oft äußere Reize oder Entzündungen der Oberfläche.
  2. Das Augeninnere und der hintere Abschnitt: Häufig schwerwiegendere, strukturelle Probleme.
  3. Extraokuläre Ursachen: Schmerzen, die „von außen“ in das Auge übertragen werden.

Ursachen im vorderen Augenabschnitt

Häufige Ursachen für Augenschmerzen finden sich im vorderen Bereich des Auges.

Bindehautentzündungen (Konjunktivitiden) durch Viren, Bakterien oder Allergien führen zu Rötung, Brennen und Juckreiz. Fremdkörper oder kleine Verletzungen der Hornhaut verursachen ein starkes Fremdkörpergefühl und Schmerzen. Eine Hornhautentzündung (Keratitis) kann unbehandelt schwere Schäden hinterlassen und mit starken Schmerzen und Lichtempfindlichkeit einhergehen.

Aber auch zu trockene Augen führen zu Brennen, Stechen oder Kratzen. Oft werden trockene Augen durch Klimaanlagen oder verminderte Tränenproduktion ausgelöst. Auch die lange Bildschirmarbeit im Büro kann zu trockenen Augen, dem sogenannten Office-Eye-Syndrom, führen.

Ursachen im inneren und hinteren Augenabschnitt

Schmerzen aus dem inneren oder hinteren Augenabschnitt sind oft schwerwiegender. Dazu gehören Entzündungen der Regenbogenhaut (Iritis) oder des Ziliarkörpers (Zyklitis), die starke Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen verursachen.

Besonders ernst ist die Sehnerventzündung (Optikusneuritis). Sie führt zu Schmerzen bei Augenbewegung und einem schnellen Rückgang der Sehschärfe.

Auch Veränderungen im Glaskörper, wie eine Glaskörperabhebung, können Symptome wie Lichtblitze und Schatten hervorrufen. In der Regel sind diese schmerzfrei, aber sie müssen dennoch behandelt werden.

Extraokuläre Ursachen (Übertragungsschmerz)

Die Ursache liegt aber nicht immer direkt im Auge. Häufig werden Schmerzen ins Auge „übertragen“, obwohl die eigentliche Quelle anderswo im Körper liegt.

Migräne verursacht oft einseitige, pulsierende Schmerzen rund ums Auge, manchmal mit Flimmersehen oder Lichtempfindlichkeit.

Nasennebenhöhlenentzündungen können ein Druckgefühl hinter den Augen hervorrufen. Auch Verspannungen in Nacken und Rücken, besonders bei schlechter Haltung oder langem Sitzen, lösen gelegentlich ziehende Schmerzen in der Augenregion aus. 

Infografik mit Querschnitt eines Auges und der Überschrift „Augenschmerzen Arten“. Markiert sind oberflächliche, tiefe und Übertragungsschmerzen mit Stichpunkten zu Brennen, Fremdkörpergefühl, Druck und Bewegungsschmerz.

Augenschmerzen durch Augenkrankheiten

Verschiedene Augenkrankheiten können Schmerzen verursachen. Dazu gehört das akute Glaukom, bei dem ein plötzlicher Anstieg des Augeninnendrucks heftige Schmerzen, Übelkeit und Sehverlust auslöst.

Auch Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut), Skleritis (Entzündung der Lederhaut) oder Hornhautgeschwüre sind mit intensiven Schmerzen verbunden.

Besonders gefährlich ist die Sehnerventzündung, die rasch zu einer Beeinträchtigung der Sehfunktion führen kann.

Begleitsymptome: Wie äussern sich Augenschmerzen?

Augenschmerzen treten selten isoliert auf. Sie gehen häufig mit Rötungen, Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss, Sehstörungen oder einem Fremdkörpergefühl einher. Manche Patienten berichten auch über Kopfschmerzen, Schwindel oder Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit.

Ein grünes Ausrufezeichen

Lichtempfindlichkeit ist typisch für Entzündungen im vorderen Augenabschnitt. Sehstörungen hingegen weisen eher auf den hinteren Abschnitt oder den Sehnerv hin.

Wie hängen Augen- und Kopfschmerzen zusammen?

Viele Menschen leiden gleichzeitig unter Augen- und Kopfschmerzen. Die häufigste Ursache ist eine Überanstrengung der Augen, zum Beispiel durch langes Arbeiten am Bildschirm, nicht korrigierte Sehfehler oder falsche Brillenstärken.

Auch Migräne kann zu einseitigen Schmerzen hinter dem Auge führen. Ebenso können Sehnerventzündungen mit Kopfschmerzen kombiniert auftreten, insbesondere wenn sie durch neurologische Grunderkrankungen verursacht werden.

Bestehen Ihre Beschwerden gleichzeitig in Stirn, Nacken und Augen, lohnt sich eine differenzierte Abklärung, um sowohl augenärztliche als auch orthopädische Ursachen zu erfassen.

Einseitige Augenschmerzen

Treten die Schmerzen nur an einem Auge auf, kann dies auf eine lokalisierte Entzündung (z. B. Iritis, Konjunktivitis), eine Hornhautverletzung, einen Fremdkörper oder eine einseitige Sehnerventzündung hindeuten.

Migräne oder Nebenhöhlenentzündungen betreffen oft nur eine Gesichtshälfte.

Einseitige Schmerzen werden meist als besonders intensiv wahrgenommen. Treten diese Schmerzen zusammen mit Sehstörungen auf, dann sollten Sie umgehend einen Augenarzt konsultieren, um eine schwerwiegende Ursache auszuschliessen.

Was kann ich selbst gegen Augenschmerzen unternehmen?

Bei leichten Beschwerden können künstliche Tränen helfen, die Augen zu befeuchten. Regelmässige Pausen bei Bildschirmarbeit, ausreichendes Blinzeln und das Vermeiden von Zugluft sind einfache, aber wirkungsvolle Massnahmen.

Auch kalte Kompressen oder das vorsichtige Augenspülen der Augen mit sterilem Wasser können Reizungen lindern.

Ein grünes Ausrufezeichen

Hausmittel wie Kamillentees sollten hingegen nur mit Vorsicht eingesetzt werden, denn bei bakteriellen Infektionen oder offenen Wunden können sie sogar schaden.

Treten Ihre Beschwerden regelmässig oder plötzlich stark auf, raten wir dringend zu einer augenärztlichen Abklärung.

Behandlung von Augenschmerzen durch einen Augenarzt

Die Therapie richtet sich immer nach der Ursache der Schmerzen. Entzündungen werden mit antibakteriellen, antiviralen oder kortisonhaltigen Augentropfen behandelt. Bei Sehnerventzündungen ist meist eine systemische Kortisontherapie notwendig.

Für die Behandlung des Glaukoms stehen augeninnendrucksenkende Medikamente oder chirurgische Massnahmen im Vordergrund. Verletzungen der Hornhaut werden je nach Tiefe behandelt. In manchen Fällen sind ein Verbandkontaktlinsen oder eine antibiotische Therapie angesagt. 

Wir stimmen jede Behandlung individuell auf Ihre Situation ab.

Wie beugt man Augenschmerzen vor?

Ein gesunder Lebensstil hat auch auf die Augen eine Auswirkung, auch wenn Sie das nicht vermuten würden. Vermeiden Sie lange Bildschirmzeiten ohne Pause, achten Sie auf eine ausreichende Raumluftfeuchtigkeit und trinken Sie genügend.

Regelmässige augenärztliche Kontrollen, vor allem bei bestehenden Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma, helfen, Entzündungen oder Druckveränderungen frühzeitig zu erkennen.

Tragen Sie beim Sport oder handwerklichen Arbeiten Schutzbrillen, und vermeiden Sie den Kontakt mit Reizstoffen. Achten Sie ausserdem auf eine ausgeglichene Haltung, um Verspannungsschmerzen im Kopf- und Augenbereich zu verhindern.

Augenschmerzen in St. Gallen behandeln lassen

Unsere Praxis in St. Gallen ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Augenschmerzen. Hierbei ist es völlig egal, ob die Ursache akut, chronisch oder unklar ist. 

Dank modernster Technologie und langjähriger Erfahrung können wir auch komplexe Fälle individuell beurteilen. Wir möchten Ihre Beschwerden rasch lindern, die Ursache präzise klären und Folgeschäden vermeiden. Vereinbaren Sie einfach online einen Termin.

FAQ: Häufige Fragen unserer Patienten mit Augenschmerzen

Was hilft gegen Augenschmerzen?

Die beste Hilfe ist eine gezielte Behandlung, abgestimmt auf die Ursache. Künstliche Tränen helfen bei trockenen Augen, entzündungshemmende Tropfen bei Reizungen, und Schmerzmittel lindern kurzfristig. Allerdings kann nur eine ärztliche Diagnose sicherstellen, dass keine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt.

Helfen Hausmittel bei schmerzenden Augen?

In manchen Fällen ja, zum Beispiel bei leichten Reizungen oder Überanstrengung. Kalte Kompressen, ausreichend Schlaf und das Vermeiden trockener Luft können wohltuend wirken. Bei anhaltenden oder intensiven Beschwerden sollten Hausmittel aber nicht die ärztliche Behandlung ersetzen.

Können Augenschmerzen ein Anzeichen für etwas Ernsteres sein?

Ja, besonders dann, wenn sie mit Sehstörungen, Lichtblitzen, Sehverlust oder Schmerzen bei Augenbewegungen einhergehen. Solche Symptome können auf eine Sehnerventzündung, eine Netzhautablösung oder ein akutes Glaukom hinweisen und erfordern eine sofortige augenärztliche Untersuchung.

Können Augenschmerzen vom Nacken oder Rücken kommen?

Ja, das ist möglich. Muskelverspannungen oder Haltungsprobleme, insbesondere bei langer Bildschirmarbeit, können sich über Nervenbahnen in die Augenregion ausweiten. In solchen Fällen helfen ergonomische Anpassungen, physiotherapeutische Übungen und gegebenenfalls eine Abklärung durch Orthopädie oder Neurologie.

Dr. med. (H) Robert Nagy

Dr. med. (H) Robert Nagy ist Facharzt für Augenheilkunde in St. Gallen. Sein Anspruch ist es, maßgeschneiderte Lösungen auf höchstem medizinischen Niveau zu bieten – mit einem Gespür für das Wesentliche und viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit seinen Patienten. Fachlich breit aufgestellt und menschlich nahbar, verbindet er augenärztliche Präzision mit Vertrauen – Tag für Tag.

Hier können Sie mehr über Dr. Robert Nagy erfahren.
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