Intravitreale Injektionen

Bei feuchter Makuladegeneration, diabetischem Makulaödem und retinalem Venenverschluss gehört die intravitreale Injektion seit Jahren zum medizinischen Standard. Der Wirkstoff wird direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht und entfaltet dort seine Wirkung an der erkrankten Netzhaut.

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IVOM-BEHANDLUNG

Intravitreale Injektionen
in St. Gallen

Diagnostik, Therapie und langfristige Verlaufskontrolle laufen bei uns in einer Praxis und unter einer ärztlichen Verantwortung. Diese Kontinuität ist gerade bei einer Behandlung wichtig, die Monate oder Jahre läuft. Sie haben feste Ansprechpartner, klare Abläufe und vermeiden den Wechsel zwischen verschiedenen Einrichtungen.

Das schätzen unsere Patienten besonders:

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Was ist eine intravitreale Injektion?

„Intravitreal“ bedeutet „in den Glaskörper“. Der Glaskörper füllt das Auge zwischen Linse und Netzhaut und besteht aus einer gallertartigen Substanz. Bei der Injektion bringen wir einen Wirkstoff mit einer sehr feinen Nadel direkt in diesen Raum ein. Dadurch gelangt das Medikament konzentriert an die erkrankte Netzhaut, ohne den Umweg über den Blutkreislauf.

Der Eingriff findet unter sterilen Bedingungen statt und dauert nur wenige Sekunden. Wir verwenden in der Schweiz zugelassene Präparate aus der Gruppe der VEGF-Hemmer und in bestimmten Fällen Kortikosteroide.

Wann wird eine intravitreale Injektion notwendig?

So unterschiedlich die Diagnosen klingen, der Mechanismus dahinter ist fast immer derselbe: An oder unter der Netzhaut wachsen krankhafte, undichte Blutgefässe, oder es lagert sich Flüssigkeit im empfindlichen Gewebe der Makula ab. Beides bedroht das zentrale Sehen, also genau den Bereich, mit dem Sie lesen, Gesichter erkennen und Autofahren.

Die Anti-VEGF-Therapie greift an dieser Stelle gezielt ein und blockiert den Wachstumsfaktor, der diese Veränderungen antreibt.
Wir setzen eine intravitreale Injektion nur an, wenn die Diagnostik die Indikation klar belegt. Ziel ist immer, die vorhandene Sehkraft zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.

Die häufigsten Indikationen für eine IVOM sind:

Feuchte altersbedingte AMD

Häufigste Anwendung. Unter der Makula wachsen brüchige Gefässe ein und lassen Flüssigkeit ins Gewebe austreten. Erste Anzeichen sind verzerrtes Sehen, ein grauer Fleck im Zentrum oder das Gefühl, dass Buchstaben beim Lesen wegspringen. Ohne Behandlung verschlechtert sich die Sehschärfe oft innerhalb weniger Monate deutlich.

Folge eines langjährigen Diabetes mellitus, der die feinen Netzhautgefässe durchlässig macht. Tritt Flüssigkeit in die Makula aus, sinkt die Sehschärfe schleichend.

Ein Gerinnsel blockiert eine Vene in der Netzhaut, Blut staut sich zurück, ein Makulaödem entsteht, oft mit plötzlicher Sehminderung. Je früher die Therapie beginnt, desto besser die Aussichten.

Myope choroidale Neovaskularisation bei stark Kurzsichtigen sowie bestimmte entzündliche Netzhauterkrankungen. Bei Entzündungen kommt statt eines VEGF-Hemmers häufig ein Kortisonpräparat zum Einsatz.

Symptome, die auf eine Behandlungsindikation hinweisen

Viele dieser Netzhauterkrankungen machen sich anfangs nur diskret bemerkbar. Bei einem oder mehreren der folgenden Anzeichen sollten Sie zeitnah einen Augenarzt aufsuchen:

Bei einer plötzlichen, deutlichen Sehverschlechterung handelt es sich um einen augenärztlichen Notfall. Dann sollten Sie nicht warten, sondern unsere Notfall-Sprechstunde in Anspruch nehmen.

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Wie wirken VEGF-Hemmer im Auge?

VEGF steht für „Vascular Endothelial Growth Factor“, einen körpereigenen Wachstumsfaktor für Blutgefässe. Bei bestimmten Netzhauterkrankungen ist dieser Botenstoff im Übermass aktiv und treibt die Entstehung krankhafter, undichter Gefässe an.

VEGF-Hemmer binden den Botenstoff direkt am Ort des Geschehens. Krankhafte Gefässe bilden sich zurück, Flüssigkeit lagert sich weniger ein, und die Netzhaut kann sich erholen. Weil das Medikament in den Glaskörper gelangt, wirkt es präzise dort, wo es gebraucht wird.

Diagnostik vor der Behandlung

Vor jeder intravitrealen Injektion steht eine sorgfältige Untersuchung der Netzhaut. Nur mit einer präzisen Diagnose lässt sich die Therapie wirklich passgenau planen. Unsere Praxis ist mit moderner Netzhautdiagnostik ausgestattet.

Zum Untersuchungspaket gehören:

Auf Basis dieser Befunde besprechen wir, ob eine intravitreale Therapie sinnvoll ist und welcher Wirkstoff für Ihre Situation am besten passt.

Welche Medikamente kommen in der Schweiz zum Einsatz?

Für die intravitreale Therapie stehen in der Schweiz vier Präparate zur Verfügung: drei zugelassene VEGF-Hemmer und ein Krebsmedikament, das in bestimmten Konstellationen off-label am Auge eingesetzt wird.

Welcher Wirkstoff für Sie infrage kommt, hängt von der Diagnose, der Krankheitsaktivität und individuellen Faktoren wie Vorerkrankungen oder bereits erfolgten Therapien ab.

Präparat Wirkstoff Zugelassen für Besonderheit
Eylea Aflibercept feuchte AMD, DMÖ, retinaler Venenverschluss seit Jahren etabliertes Standardpräparat
Lucentis Ranibizumab feuchte AMD, DMÖ, retinaler Venenverschluss einer der ersten zugelassenen VEGF-Hemmer, bewährte Option
Vabysmo Faricimab feuchte AMD, diabetisches Makulaödem hemmt zusätzlich Angiopoietin-2, häufig längere Injektionsintervalle
Avastin Bevacizumab onkologisch zugelassen, am Auge off-label bei feuchter AMD vergleichbar wirksam wie Ranibizumab, Kostengutsprache nötig

Die Wahl des Wirkstoffs besprechen wir ausführlich mit Ihnen. Zeigt sich im Verlauf, dass ein Präparat nicht ausreichend wirkt oder Sie auf einen anderen Wirkstoff besser ansprechen, passen wir die Therapie an. Solche Anpassungen gehören bei einer Langzeitbehandlung zum normalen Vorgehen.

so arbeiten wir

Ablauf einer intravitrealen Injektion in St. Gallen

Vor dem ersten Eingriff sind viele Patienten verständlicherweise nervös, allein die Vorstellung einer Spritze ins Auge wirkt unangenehm. In der Realität verläuft die Behandlung deutlich unspektakulärer als befürchtet. Das bekommen wir von unseren Patienten immer wieder als Feedback zurück.

  • Vorbereitung

    Eine besondere Vorbereitung von Ihrer Seite ist nicht notwendig. Essen, Trinken und gewohnte Medikamente bleiben wie üblich. Verzichten Sie am Behandlungstag bitte auf Augen-Make-up sowie auf Kontaktlinsen. In der Praxis weiten wir die Pupille mit Tropfen. Anschließend desinfizieren wir die Lidhaut und die Bindehaut sorgfältig. Ein steriles Tuch deckt das Operationsfeld ab. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, erklären den Eingriff verständlich und gehen auf mögliche Sorgen ein. Erst wenn Sie sich gut informiert und sicher fühlen, vereinbaren wir einen OP-Termin im Lux Augenzentrum.

  • Die Injektion selbst

    Die eigentliche Injektion dauert nur wenige Sekunden. Mit einer sehr feinen Nadel bringen wir den Wirkstoff an einer genau definierten Stelle in den Glaskörperraum ein. Sie spüren in der Regel ein kurzes Druckgefühl, aber keinen Schmerz. Während der Behandlung blicken Sie ruhig in eine vorgegebene Richtung.

  • Direkt nach der Injektion

    Nach dem Eingriff prüfen wir den Augeninnendruck und besprechen die Verhaltenshinweise für die kommenden Tage. Sie können die Praxis kurz darauf wieder verlassen. Da die Pupille noch geweitet ist, sind Sie an diesem Tag nicht fahrtüchtig. Organisieren Sie sich für den Rückweg bitte eine Begleitperson und nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.

Für Sie da

Ausgezeichnete und empathische Augenärzte für St. Gallen

Die Augenarztpraxis St. Gallen wird von Dr. med. (H) Robert Nagy geleitet, Facharzt für Augenheilkunde mit den Qualifikationen FMH und FEBO. Seine gesamte Weiterbildung hat er in der Schweiz absolviert, unter anderem am Augenzentrum ONO, an der Augenklinik des Universitätsspitals Zürich und in der Augenarztpraxisgemeinschaft Gutblick AG.

Seine Schwerpunkte liegen bei Makula- und Netzhauterkrankungen, Uveitis, dem Glaukom, der Kinderaugenheilkunde sowie Erkrankungen der Augenlider. Patienten schätzen seine präzisen Erklärungen ebenso wie sein ruhiges, einfühlsames Auftreten. Behandlungen finden auf Deutsch, Englisch und Ungarisch statt.

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Wie oft muss die Behandlung wiederholt werden?

Diese Frage stellen sich fast alle Patienten vor Beginn der Therapie. Die ehrliche Antwort: Anti-VEGF-Therapien sind in der Regel Langzeitbehandlungen über mehrere Jahre.

Aufsättigungsphase

Zu Beginn werden in den meisten Fällen drei Injektionen im Abstand von je vier Wochen verabreicht. Diese Phase legt den Grundstein für eine stabile Therapieantwort.

Erhaltungsphase

Anschliessend planen wir die Abstände individuell. Solange die Netzhaut stabil bleibt, verlängern wir das Intervall schrittweise, etwa von vier auf sechs, acht oder zwölf Wochen. Treten neue Veränderungen auf, verkürzen wir das Intervall wieder. Ziel ist immer, mit so wenigen Injektionen wie möglich eine stabile Netzhaut zu erreichen.

Die regelmässigen Verlaufskontrollen in unserer Praxis sind ein zentraler Baustein der Therapie. Mit der OCT erkennen wir frühzeitig, ob die Netzhaut stabil ist oder ob eine erneute Injektion ansteht.

Therapietreue ist entscheidend. Patienten, die ihre Injektions- und Kontrolltermine konsequent wahrnehmen, haben deutlich bessere Langzeitergebnisse. Wer Termine auslässt, riskiert, dass die Krankheit erneut aufflammt und bereits gewonnene Sehkraft wieder verloren geht.

(Keine) Schmerzen, Risiken und Nebenwirkungen

Die intravitreale Injektion gilt als sicheres Verfahren. Dank der lokalen Tropfenbetäubung empfinden die meisten Patienten den Eingriff als unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Nach der ersten Behandlung hören wir oft denselben Satz: „Es war deutlich weniger schlimm als erwartet.“

Meist harmlos & vorübergehend:

Selten, aber ernst:​

Durch strikte Sterilität und ein eingespieltes Team im Eingriffsraum halten wir das Risiko schwerer Komplikationen so gering wie möglich. Bei zunehmenden Schmerzen, starker Rötung oder einer Sehverschlechterung nach einer Injektion melden Sie sich bitte umgehend bei uns oder nutzen Sie unsere Notfall-Sprechstunde.

Verlaufskontrolle und Nachsorge

Nach jeder Injektion sowie in regelmässigen Abständen sehen wir uns zur Verlaufskontrolle wieder. Die OCT steht dabei im Zentrum. Anhand der Schichtaufnahmen erkennen wir präzise, wie die Netzhaut auf die Therapie reagiert. Auf dieser Grundlage passen wir den Behandlungsplan fortlaufend an.

Manche Patienten kommen langfristig mit grossen Intervallen aus, andere benötigen engmaschigere Termine. Das Wichtigste ist, dass der Plan individuell zu Ihnen passt und nicht starr nach Schema läuft.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei den anerkannten Indikationen (feuchte AMD, diabetisches Makulaödem, retinaler Venenverschluss) übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz die Kosten für die intravitreale Injektion. Das gilt für den Eingriff selbst und für die zugelassenen Präparate Eylea, Lucentis und Vabysmo.

In besonderen Konstellationen oder bei seltenen Indikationen, ist eine vorgängige Kostengutsprache erforderlich. Den Antrag stellen wir für Sie und klären die Kostenübernahme vor Behandlungsbeginn ab.

Echte Patientenstimmen

Das sagen unsere Patienten

Häufige Fragen unserer Patienten zur intravitrealen Injektion

Ist die Injektion ins Auge schmerzhaft?

Nein. Das Auge wird vorher mit Augentropfen gründlich betäubt. Die meisten Patienten spüren nur ein kurzes Druckgefühl. Nach der ersten Behandlung sagen viele, dass es deutlich angenehmer war als erwartet.

Zu Beginn drei Injektionen im Abstand von je vier Wochen. Danach hängt das Intervall vom individuellen Befund ab. Häufig wird das Treat-and-Extend-Schema angewendet, bei dem die Abstände schrittweise verlängert werden, solange die Netzhaut stabil bleibt.

Die eigentliche Injektion dauert nur wenige Sekunden. Inklusive Vorbereitung, Tropfen, Betäubung und kurzer Nachkontrolle planen Sie etwa 45–60 Minuten pro Termin ein.

Am Behandlungstag nicht. Durch die Pupillenerweiterung sehen Sie für mehrere Stunden unscharf und reagieren empfindlich auf Licht. Organisieren Sie sich für den Heimweg bitte eine Begleitperson oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Am Folgetag sind die meisten Patienten wieder uneingeschränkt fahrtüchtig.

In den ersten Tagen nicht am Auge reiben, kein Schwimmbad und keine Sauna besuchen und auf eine sorgfältige Augenhygiene achten. Verordnete Augentropfen anwenden wie besprochen. Bei zunehmenden Schmerzen, starker Rötung oder einer Sehverschlechterung melden Sie sich bitte umgehend bei uns.

Eine Pause in der Therapie kann dazu führen, dass die Krankheit wieder aktiv wird und bereits gewonnene Sehkraft verloren geht.

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