Grauer Star (Katarakt): Ursachen, Symptome und Behandlung

Inhaltsverzeichnis

Der Graue Star verändert das Sehen meist langsam und über Jahre hinweg. Farben wirken matter, Konturen verschwimmen, nachts blenden Lichter stärker als früher. Hinter diesen Veränderungen steckt eine Trübung der natürlichen Augenlinse, die vor allem ältere Menschen betrifft. Der Graue Star ist heute jedoch sehr gut behandelbar.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich die Erkrankung bemerkbar macht, welche Ursachen dahinterstehen und wie eine moderne Behandlung abläuft. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Graue Star (Katarakt) ist eine meist altersbedingte Eintrübung der Augenlinse. Das Sehen wird langsam unschärfer, Farben wirken blasser und die Blendempfindlichkeit nimmt zu.
  • Die Beschwerden entwickeln sich über Jahre und schmerzlos. Viele Betroffene bemerken die Veränderung erst spät.
  • Eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht. Die einzige wirksame Therapie ist eine Operation, bei der die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt wird.
  • Die Kataraktoperation zählt zu den häufigsten und am besten untersuchten Eingriffen der Medizin. Die Erfolgsrate liegt bei über 95 Prozent.
  • In unserer Praxis in St. Gallen übernehmen wir Diagnose, Vorsorge und Nachsorge. Die Operation selbst führen unsere Spezialisten in der Partnerklinik Lux Augenzentrum in Zürich durch.

Was ist der Graue Star (Katarakt)?

Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Linse des Auges ein. Diese Linse sitzt direkt hinter der Pupille und bündelt das einfallende Licht auf der Netzhaut. Verliert sie ihre Klarheit, gelangt das Licht nur noch gestreut auf die Netzhaut. Das Bild wirkt dann verschwommen, kontrastarm oder wie von einem leichten Schleier überzogen.

In den allermeisten Fällen entsteht die Trübung im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses. In diesem Fall wird vom sogenannten Altersstar gesprochen. Seltener tritt der Graue Star nach Verletzungen oder als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen wie Diabetes auf.

Ein grünes Ausrufezeichen

Der Graue Star stellt keine akute Bedrohung für Ihr Sehvermögen dar. Da sich die Trübung nur sehr langsam entwickelt, lässt sich die Behandlung optimal und völlig ohne Zeitdruck planen. Genau deshalb sind regelmäßige Kontrollen so wichtig. Sie zeigen uns präzise, wann der beste Zeitpunkt für einen schonenden Eingriff gekommen ist.

Symptome: Wie macht sich der Graue Star bemerkbar?

Die Anzeichen entwickeln sich schleichend und ohne Schmerzen. Viele Patienten gewöhnen sich unbewusst an die nachlassende Sehqualität und bemerken die Verschlechterung erst im Rückblick. Typisch ist, dass eine kürzlich angepasste Brille schon nach kurzer Zeit nicht mehr ausreicht.

Diese Symptome treten häufig auf:

  • Verschwommenes Sehen, das sich mit einer Brille nicht mehr korrigieren lässt
  • Farben wirken blasser und weniger leuchtend
  • Erhöhte Blendempfindlichkeit, besonders nachts bei Gegenverkehr
  • Schwierigkeiten bei wechselnden Lichtverhältnissen
  • Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) um Lampen und Scheinwerfer
  • Eingeschränktes räumliches Sehen und nachlassende Fernsicht
  • In manchen Fällen Doppelbilder auf einem Auge
Der Unterschied zwischen gesunden Augen und Grauer Star Augen. Diesen Unterschied macht die Linse bei Augen.

Wann sollte ich einen Augenarzt aufsuchen?

Sobald Sie eine schleichende Verschlechterung des Sehens bemerken, ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders, wenn Farben verblassen, das Lesen mühsamer wird oder Sie sich nachts beim Autofahren zunehmend geblendet fühlen. Je früher die Ursache feststeht, desto besser lässt sich der weitere Verlauf einschätzen.

Eine rasche Abklärung ist wichtig, weil hinter ähnlichen Beschwerden auch andere Erkrankungen stehen können, wie der Grüne Star (Glaukom) oder eine Makuladegeneration. Treten dagegen plötzlich Lichtblitze, ein dunkler Schatten im Sichtfeld oder ein akuter Sehverlust auf, handelt es sich nicht um einen Grauen Star, sondern um einen möglichen Augennotfall. In diesem Fall sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen.

Wir untersuchen Sie in St. Gallen

Sie nehmen die Symptome des Grauen Stars wahr? Dann handeln Sie frühzeitig. In unserer Praxis in St. Gallen untersuchen wir Ihre Augen sorgfältig und beraten Sie individuell.

Robert Nagy: Porträtaufnahme eines jungen Mannes in ärztlicher Kleidung vor weißem Hintergrund. Er trägt einen weißen Kittel mit einem Namensaufdruck auf der linken Brustseite: „DR. ROBERT NAGY“. Darunter ist ein schwarzes Oberteil sichtbar. Die Person hat kurzes, braunes Haar und blickt mit neutralem Gesichtsausdruck direkt in die Kamera.

Ursachen und Risikofaktoren

Die mit Abstand häufigste Ursache ist das natürliche Altern des Auges. Mit den Jahren nehmen die Elastizität und Transparenz der Linse ab. Es kommt zu einer fortschreitenden Trübung. Etwa 90 Prozent aller Fälle lassen sich auf diesen klassischen Altersstar zurückführen. Das Risiko steigt ab dem 60. Lebensjahr deutlich an.

Daneben gibt es weitere Einflüsse, die einen Katarakt begünstigen oder beschleunigen können:

  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenunterfunktion
  • Andere Augenerkrankungen, etwa chronische Entzündungen im Augeninneren
  • Verletzungen des Auges durch Prellungen oder Fremdkörper
  • Angeborene Linsentrübungen auf genetischer Grundlage
  • Intensive UV-Strahlung sowie Hitze- und Infraroteinwirkung
  • Langfristige Einnahme bestimmter Medikamente, insbesondere Kortison
  • Rauchen und eine mangelhafte Versorgung mit Vitaminen

Manche dieser Einflüsse können nicht verändert werden, andere können Sie aktiv beeinflussen. Wer zu einer Risikogruppe gehört, wie bei Diabetes oder familiärer Vorbelastung, sollte die augenärztliche Vorsorge besonders ernst nehmen.

Arten und Stadien des Grauen Stars

Fachärzte unterscheiden beim Grauen Star zwischen drei Ebenen: nach der Ursache, nach der Lage der Trübung in der Linse und nach dem Stadium, das die Trübung bereits erreicht hat. 

Grauer Star nach Ursache: Altersstar und seltenere Formen

In etwa neun von zehn Fällen handelt es sich um den Altersstar, medizinisch Cataracta senilis. Er entsteht im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses und betrifft vor allem Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Diese Form ist die mit Abstand häufigste und zugleich die am besten behandelbare.

Daneben gibt es seltenere Formen, die nach ihrer Ursache benannt werden:

  • Angeborener Katarakt (Cataracta congenita): Bereits bei der Geburt vorhandene Linsentrübung, meist genetisch bedingt. Sie wird in der Kinderaugenheilkunde frühzeitig erkannt und behandelt.
  • Traumatischer Katarakt: Folge einer Augenverletzung, etwa durch eine Prellung, einen Fremdkörper oder eine Stichverletzung.
  • Cataracta complicata: Entsteht als Begleiterscheinung anderer Augenerkrankungen, beispielsweise chronischer Entzündungen oder eines fortgeschrittenen Grünen Stars.

Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder die langfristige Einnahme von Kortison können einen Katarakt auslösen, der dann früher auftritt als der klassische Altersstar.

Grauer Star nach Lage der Trübung: Kern-, Rinden- und subkapsulärer Star

Wo genau sich die Linse eintrübt, bestimmt, welche Beschwerden im Vordergrund stehen. Beim Altersstar werden drei Formen unterschieden:

  • Kernstar (nukleärer Katarakt): Die Trübung sitzt im Zentrum der Linse, im sogenannten Kern. Sie schreitet langsam voran und führt häufig zu einer zunehmenden Kurzsichtigkeit. Manche Patienten können vorübergehend wieder besser in der Nähe lesen, bevor das Sehen insgesamt nachlässt.
  • Rindenstar (kortikaler Katarakt): Hier trübt sich die äussere Schicht der Linse ein, oft in speichenförmigen Streifen von aussen nach innen. Typisch ist eine ausgeprägte Blendempfindlichkeit, während die zentrale Sehschärfe lange erhalten bleibt.
  • Hinterer subkapsulärer Star: Die Trübung liegt an der Rückseite der Linse, direkt vor der Linsenkapsel. Diese Form schreitet meist schneller voran und stört vor allem das Lesen und das Sehen bei hellem Licht. Sie tritt häufiger bei jüngeren Patienten sowie nach Kortisontherapie oder bei Diabetes auf.

Welche Form vorliegt, lässt sich bei der Untersuchung mit der Spaltlampe genau bestimmen. In vielen Augen treten auch mehrere dieser Trübungen gleichzeitig auf.

Grauer Star nach den Stadien

Unabhängig von der Form durchläuft der Graue Star mehrere Stadien, die fliessend ineinander übergehen:

  • Beginnender Katarakt: Die Trübung ist gering und verursacht meist nur leichte Beeinträchtigungen.
  • Fortgeschrittener Katarakt: Die Trübung nimmt deutlich zu, das Sehvermögen verschlechtert sich spürbar.
  • Reifer Katarakt (matur): Die Linse ist vollständig getrübt, die Sehfähigkeit erheblich eingeschränkt.
  • Überreifer Katarakt (hypermatur): Das Linsengewebe beginnt sich zu zersetzen. In diesem Stadium können zusätzliche Probleme entstehen, etwa ein erhöhter Augeninnendruck.
Ein grünes Ausrufezeichen

Sie müssen mit einer Behandlung nicht warten, bis der Katarakt reif ist. Massgeblich für den Zeitpunkt ist nicht das Stadium, sondern wie stark Sie sich im Alltag eingeschränkt fühlen.

Diagnose: So stellen wir den Grauen Star in St. Gallen fest

Den Grauen Star erkennen wir zuverlässig mit einer Kombination aus mehreren Untersuchungen, die schonend und ohne Belastung für Sie ablaufen. Zunächst messen wir mit einem Sehtest Ihre Sehschärfe in der Nähe und in der Ferne. Dadurch lassen sich bereits geringe Veränderungen erfassen und im Verlauf vergleichen.

Das zentrale Untersuchungsgerät ist die Spaltlampe. Unter starker Vergrösserung beurteilen wir die Linse mikroskopisch genau und ordnen eine beginnende Trübung präzise ein. In vielen Fällen erweitern wir dafür die Pupille mit speziellen Augentropfen, um auch tiefere Strukturen einsehen zu können.

Ergänzend setzten wir bei Bedarf auf die optische Kohärenztomographie (OCT). Mit diesem Instrument können wir die Netzhaut besser beurteilen und andere Ursachen einer Sehverschlechterung ausschliessen.

Mehr zum Vorgehen erfahren Sie auf unserer Seite zur Früherkennung des Grauen Stars. Nach der Untersuchung besprechen wir die Ergebnisse verständlich mit Ihnen und zeigen Ihnen die nächsten Schritte auf.

Behandlungsmöglichkeiten beim Grauen Star

Beim Grauen Star gibt es eine grundsätzliche Besonderheit: Eine getrübte Linse lässt sich nicht wieder klären. Augentropfen, Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel können den Verlauf weder aufhalten noch rückgängig machen. In frühen Stadien lässt sich das Sehen vorübergehend mit einer angepassten Brille verbessern, die Ursache wird dadurch aber nicht behandelt.

Warum eine Operation die einzige wirksame Therapie ist

Die natürliche Linse besteht aus Eiweissstrukturen, die sich mit der Zeit unwiderruflich verändern. Anders als ein entzündetes Gewebe kann sie sich nicht regenerieren. Genau deshalb existiert bis heute keine medikamentöse Therapie, die eine bestehende Trübung beseitigt.

Bei der Operation löst der Operateur die getrübte Linse mit Ultraschall auf und entfernt sie schonend. An ihre Stelle setzt er eine künstliche Linse, die dauerhaft im Auge verbleibt. Der Eingriff dauert in der Regel nur zehn bis fünfzehn Minuten und erfolgt unter örtlicher Betäubung. Die Grauer Star Operation zählt zu den am besten dokumentierten Eingriffen der Medizin. Die meisten Patienten bemerken bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung.

Ein grünes Ausrufezeichen

Die Grauer Star Operation wird von führenden Spezialisten im Lux Augenzentrum in Zürich durchgeführt. Viele unserer Patienten aus St. Gallen nehmen den Weg nach Zürich bewusst auf sich, weil die Diagnostik sowie Nachsorge in St. Gallen bleiben. Für die Anreise stehen je nach Situation ein kostenloser Fahrdienst oder die Begleitung durch Angehörige zur Verfügung.

Welche Kunstlinse passt zu mir?

Mit der passenden Kunstlinse lässt sich neben der Trübung auch eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigieren. Welche Linse zu Ihnen passt, hängt von Ihren Augen, Ihrem Alltag und Ihren Wünschen ab. Grundsätzlich stehen mehrere Typen zur Auswahl:

  • Monofokale Standardlinsen sorgen für scharfes Sehen in einem Bereich, meist in der Ferne. Für die Nähe wird in der Regel eine Brille benötigt. Diese Linsen werden von der Grundversicherung übernommen.
  • Torische Linsen korrigieren zusätzlich eine Hornhautverkrümmung.
  • Multifokale und EDOF-Linsen ermöglichen scharfes Sehen in mehreren Entfernungen und machen eine Brille im Alltag oft überflüssig.

Die Wahl ist eine persönliche Entscheidung. Eine präzise biometrische Augenvermessung liefert die Grundlage, damit die Linse exakt auf Ihr Auge berechnet wird. Wir nehmen uns Zeit, Ihnen alle Möglichkeiten transparent und ohne Verkaufsdruck aufzuzeigen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?

Den richtigen Zeitpunkt bestimmt in erster Linie Ihre Beeinträchtigung im Alltag, nicht ein bestimmtes Stadium der Trübung. Wenn das Sehen beim Lesen, Autofahren oder im Beruf merklich einschränkt, ist eine Operation sinnvoll. Es gibt keinen Grund, mit dem Eingriff zu warten, bis die Linse vollständig getrübt ist.

In einzelnen Fällen ist eine Operation auch aus rein medizinischer Sicht angezeigt, unabhängig vom subjektiven Leidensdruck. Das ist etwa der Fall, wenn eine Netzhauterkrankung wegen der Trübung nicht mehr ausreichend beurteilt werden kann oder die verdickte Linse den Augeninnendruck erhöht. Im persönlichen Gespräch prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob und wann der Eingriff für Sie sinnvoll ist.

Verlauf, Prognose und mögliche Komplikationen

Die Prognose nach einer Kataraktoperation ist sehr gut. Die Erfolgsrate liegt bei über 95 Prozent. Die meisten Patienten berichten schon kurz nach dem Eingriff von einer deutlich klareren Sicht. In den ersten Tagen ist das Sehen oft noch leicht verschwommen, das bessert sich in der Regel von selbst. Die endgültige Sehschärfe stabilisiert sich nach etwa sechs bis acht Wochen, erst dann sollte gegebenenfalls eine neue Brille vermessen werden.

Schwere Komplikationen sind selten, denn moderne Geräte und erfahrene Operateure haben das Risiko stark gesenkt. Dennoch klären wir Sie vor dem Eingriff offen über mögliche Risiken auf. Dazu zählen ein vorübergehendes Makulaödem, ein erhöhter Augeninnendruck oder, sehr selten, eine Netzhautablösung. In den allermeisten Fällen sind solche Folgen gut behandelbar.

Nachstar: Wenn das Sehen nach der Operation erneut nachlässt

Manchmal verschlechtert sich das Sehen Monate oder Jahre nach einer erfolgreichen Operation erneut. Häufige Ursache ist der sogenannte Nachstar. Dabei trübt sich die hintere Linsenkapsel ein, die im Auge verblieben ist und die Kunstlinse hält. Die Beschwerden ähneln dem ursprünglichen Grauen Star, mit nebligem Sehen und verstärkter Blendung.

Der Nachstar ist gut behandelbar und kein Grund zur Sorge. Mit einem kurzen, schmerzfreien Lasereingriff, der YAG-Kapsulotomie, wird die getrübte Kapsel geöffnet, sodass das Licht wieder ungehindert zur Netzhaut gelangt. Eine erneute Operation ist dafür in der Regel nicht notwendig.

Wie lässt sich dem Grauen Star vorbeugen?

Den altersbedingten Grauen Star vollständig zu verhindern, ist nicht möglich, da er Teil des natürlichen Alterungsprozesses ist. Sie können jedoch einige Risikofaktoren beeinflussen und damit das Tempo der Entwicklung günstig prägen. Ein konsequenter UV-Schutz durch eine gute Sonnenbrille gehört dazu, ebenso der Verzicht auf das Rauchen und eine ausgewogene Ernährung.

Wer an Diabetes leidet, sollte den Blutzucker gut eingestellt halten, da dies das Risiko zusätzlich senkt. Den grössten Nutzen bringt jedoch die regelmässige Vorsorgeuntersuchung. Sie verhindert den Grauen Star zwar nicht, erkennt ihn aber früh und schafft die Grundlage für eine ruhige, geplante Behandlung. Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich eine Kontrolle alle zwei Jahre, ab dem 50. Lebensjahr jährlich.

Wie häufig kommt der Graue Star vor?

Der Graue Star gehört zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Alter. Bei den über 75-Jährigen ist Schätzungen zufolge etwa jede zweite Person betroffen. Da die Bevölkerung im Durchschnitt älter wird, nimmt die Zahl der Betroffenen seit Jahren zu.

Entsprechend häufig wird operiert. In der Schweiz zählt die Kataraktoperation zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen überhaupt, pro Jahr werden mehrere zehntausend bis über 100 000 Operationen durchgeführt. 

Grauen Star in St. Gallen untersuchen lassen

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Sehverschlechterung mit einem Grauen Star zusammenhängt, verschafft eine Untersuchung in unserer Augenarztpraxis am Roten Platz Klarheit. Mit moderner Diagnostik beurteilen wir den Zustand Ihrer Linse genau und besprechen mit Ihnen, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.

Diagnostik, Vorsorge und Nachsorge finden direkt bei uns in St. Gallen statt. Sollte eine Operation erforderlich sein, arbeiten wir Hand in Hand mit führenden Experten. Erfahrene Chirurgen übernehmen Ihren Eingriff in unserer renommierten Partnerklinik, dem Lux Augenzentrum in Zürich.

Vereinbaren Sie online oder telefonisch einen Termin für Ihre Vorsorge.

Häufige Fragen unserer Patienten zum Grauen Star

Im Beratungsgespräch tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Die wichtigsten Antworten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wie schnell muss ein grauer Star operiert werden?

In den allermeisten Fällen besteht keine Eile. Der Graue Star schreitet langsam voran. Massgeblich ist, wie stark Sie sich im Alltag beeinträchtigt fühlen. Nur in seltenen Fällen ist aus medizinischen Gründen eine zeitnahe Operation angezeigt.

Woran erkenne ich selbst den Grauen Star?

Erste Hinweise sind ein langsam zunehmendes, unscharfes Sehen, blasser wirkende Farben und eine wachsende Blendempfindlichkeit, wie beim nächtlichen Autofahren. Auffällig ist auch, wenn eine neue Brille rasch nicht mehr ausreicht. Sicherheit verschafft nur eine augenärztliche Untersuchung.

Übernimmt die Schweizer Krankenkasse die Grauer-Star-Operation?

Ja. Die Grundversicherung übernimmt die Kosten der Kataraktoperation, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht. Die Standardbehandlung inklusive einer monofokalen Basislinse ist damit vollständig gedeckt. Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn Sie sich für eine Premiumlinse entscheiden.

Was passiert, wenn ein Grauer Star nicht operiert wird?

Ohne Behandlung schreitet die Trübung weiter fort und die Sehkraft nimmt allmählich ab. Im Endstadium kann dies bis zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Da die Operation gut planbar und sehr erfolgreich ist, lässt sich dieser Verlauf in aller Regel rechtzeitig verhindern.

Können Hausmittel helfen? Gibt es Alternativen zur Operation?

Eine wirksame nicht-operative Behandlung gibt es nicht. Augentropfen, Nahrungsergänzungsmittel oder Hausmittel können eine bereits eingetrübte Linse nicht wiederherstellen. Eine stärkere Brille hilft nur vorübergehend und in frühen Stadien. Sobald die Trübung den Alltag stört, bleibt die Operation die einzige Option.

Ist der Graue Star und ein Katarakt dasselbe?

Ja. Katarakt ist lediglich der medizinische Fachbegriff für den Grauen Star. Beide Bezeichnungen meinen dieselbe Erkrankung.

Was ist der Unterschied zwischen dem Grauen und dem Grünen Star?

Trotz des ähnlichen Namens handelt es sich um zwei völlig verschiedene Erkrankungen. Der Graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die das Licht streut und das Sehen unscharf macht. Der Grüne Star (Glaukom) betrifft dagegen den Sehnerv, der meist durch einen erhöhten Augeninnendruck geschädigt wird. Der Graue Star kann operiert werden, ein durch Glaukom verursachter Schaden am Sehnerv ist hingegen nicht umkehrbar. Beide Erkrankungen lassen sich bei regelmässigen Kontrollen frühzeitig erkennen.

Dr. med. (H) Robert Nagy

Dr. med. (H) Robert Nagy ist Facharzt für Augenheilkunde in St. Gallen. Sein Anspruch ist es, maßgeschneiderte Lösungen auf höchstem medizinischen Niveau zu bieten – mit einem Gespür für das Wesentliche und viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit seinen Patienten. Fachlich breit aufgestellt und menschlich nahbar, verbindet er augenärztliche Präzision mit Vertrauen – Tag für Tag.

Hier können Sie mehr über Dr. Robert Nagy erfahren.
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